Wintarnaht Interview im Schattenweihe Zine, 2007.
Heil Grimwald!
Lange Zeit tobte der Sturm dunkler Musikalität im Verborgenen - Nach 10 Jahren wurde es Zeit, dass Winternight die eisernen Ketten losschlugen um den vernichtenden Wind brausen zu lassen!
I. Die Band „Winternight“ existiert nun schon seit 10 Jahren - warum habt ihr erst jetzt, da doch der Black Metal nicht mehr in der Blüte seiner Zeit steht, ein Demo wie „Rache…“ veröffentlicht. Wie kam es zu dem Titel rache, der wie eine Kriegserklärung klingt?
Zum Glück ist dieser widerliche Black Metal Trend jetzt ein wenig abgeflacht. Aber schließlich wird zurzeit dafür der Pagan Metal, sowie das Heidentum ausgeschlachtet und bis auf das Letzte vermarktet. Mir ist das einerlei, ob gerade der Black Metal oder der Pagan Metal Trend ist, ich mache meine Musik sowieso nur zu meinem Vergnügen. Ob diese anderen gefällt, geht mir am Arsch vorbei! Doch diese Trendratten sollen doch alle verrecken, sie verwässern alles und gehen einem auf den Sack. Doch selbstverständlich freut es mich natürlich auch, wenn jemandem meine Musik gefällt.
Irgendwann mussten wir einfach mal etwas aufnehmen und das erste Demo zum 10 -jährigen ist doch perfekt! :D Als komplette Band hat es nicht richtig harmoniert, denn ich hasse Kompromisse. Wir hatten uns ja auch von 2001 bis 2004 drei Jahre lang aufgelöst. Goatruler hat damals oft auf mich eingeredet, daß wir zwei mit Winternight unbedingt weitermachen sollten und das Winternight zu schade wäre um einfach Ad Acta gelegt zu werden. Er hat dieses dahinsiechen Winternights, damit bestimmt einige Jahre verkürzt. Doch war Winternight für mich nie tot, ich hätte irgendwann so oder so weitergemacht, nur eben sehr viel später.
Ja Rache… ist eine Kriegserklärung, daß war es schon immer. Der Titel dazu, entstand aus dem Lied „Die Rache Mittgarts“. Er soll einfach aufzeigen, daß wir uns diese jahrtausendelange Unterdrückung durch das Christentum nicht mehr gefallen lassen und zurückschlagen werden. Aber es ist auch einen allgemeine Kriegserklärung gegen Trend, Feigheit usw. und jedwede monotheistische Religion, welche meint sie könnte sich hier einnisten und unsere Natur, unser Land und unseren Glauben verpesten.
II. Wie kamt ihr zu dem klangvollen Namen „Winternight“?
Das hat mehrere Gründe. Ich habe damals einfach das besondere gesucht und frag mich nicht, was ich mir alles für komische Namen ausgedacht hatte für Winternight. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und dachte: “Von wegen kompliziert, es muß was einfaches sein, etwas Primitives“. Der Hauptgrund war damals für mich Falkenbachs geniales Lied „Winternight“, das mich damals sehr zu diesem Namen inspiriert hat. Und Zweitens ist Winternacht unser Fest, in dem wir unseren Ahnen huldigen, sie ehren und ihnen gedenken. Mit der Winternacht beginnt die Zeit der wilden Jagd, in der Wodan (Sturm) und Fria (Erde) mit unseren Ahnenseelen durch die Nächte stürmen. Und drittens liebe ich den Winter und die Nacht. Es ist die beste Zeit, durch die Wälder zu reiten oder zu durchwandern. Das ist (die) wahre Freiheit.
III. Welche Bands beeinflussten euch?
Darkthrone, Isengard, Storm, Burzum, Bathory, Helheims „Jormundgand“ und die Demos, Satyricon, Unleashed, Hypocrisy (nicht deren Alien Dreck), Manowar, Metallica, Sepultura, AC/DC . Von allen selbstverständlich nur die alten Veröffentlichungen ! Das ist ein kleiner Teil meiner Einflüsse, über die Goatrulers kann nur er selbst Auskunft geben.
IV. Habt ihr vor, irgendwann einmal Konzerte zu geben? Wenn nein, warum nicht? Goatruler ist schließlich ein erprobter Livemusiker.
Eigentlich wollte ich nie wieder Konzerte spielen, da mich dieses allgemeine Publikum auf Metalkonzerten ankotzt. Aber vielleicht werde ich versuchen das in Zukunft zu Ignorieren, hole mir für Liveauftritte ein paar befreundete Musiker und werde dann doch irgendwann in nächster Zeit live spielen. Die Zeit wird es zeigen. Es ist auch schwer umzusetzen mit Winternight z.B. die mehrstimmigen Passagen. Gitarre spielen und gleichzeitig singen will ich eigentlich nicht, denn eines von beidem muß darunter immer leiden, das will ich nicht in kauf nehmen.
V. Habt ihr vor, nun da „Rache“ aufgenommen wurde, den Hörer abermals mit einem Album zu erfreuen? Wann dürfen wir mit einem neuen Klangwerk rechnen?
Natürlich, wir sind gerade dabei. Ich denke, unser neues Album ist schon fertig, bevor dieses Zwiegespräch erscheint. Außer Ihr seid schneller, das Album sollte im Hornung 2008 fertig sein. Es wird ein Doppel-Split-Album mit zwei CDs, diese Ausgeburt unseres Hasses wird „Pestilenz“ heißen. Diese Splitveröffentlichung wird etwas ganz besonderes, mit noch nie da gewesener Aufmachung und speziellem Konzept. Todgeweiht und ich hatten diese spezielle Idee zusammen am Lagerfeuer, als wir mal wieder darüber nachsinnten, wie man am besten die Menschheit dezimiert. Jeder von uns schrieb nun einen Text über die 99,9%ige Vernichtung der Menschheit durch die Pest, wir warfen diese zu einem gemeinsamen Text zusammen und jeder machte ein eigenes Lied dazu. Diese wurden nun „Pestilenz - Winter und Pestilenz - Tod genannt“. Dieses Album zeigt dann auch eher die Black Metal / Hasserfüllte Seite von Winternight. „Pestilenz“ ist aus unserem tief verwurzelten heidnischen Glauben heraus entstanden. Wenn man diese erbärmliche Menschheit erblickt, kann man nur deren Vernichtung fordern. Die Menschheit ist ein Virus. Heuchlerisch, verlogen und feige, sie verpestet unsere wundervolle Natur. Genannte „Pestilenz“ Doppel CD wird vorraussichtlich auf 500 Stück limitiert sein. Davon werden die ersten 99,9 Stück noch ein bisschen spezieller aufgemacht sein.
VI. Sicher inspirierte euch das Heidentum und der im BM stark verwurzelte Hass auf das Christentum sehr zu euren Texten - was inspiriert euch noch? Für was findet ihr, in Zeiten des Kapitalismus, der Oberflächlichkeit und des anerkannten Christentums als Weltreligion noch zu kämpfen? Wie könnte ein solcher Kampf aussehen?
Es ist sicher auch so, daß jeder, der ein Heide (oder Naturgläubiger) ist, Hass und Verachtung gegen die Christen und andere Monotheisten empfindet. Mich inspiriert die Natur sehr stark. Man braucht z.B. nur durch einen Wald zu wandern, das ist sehr inspirierend. Natürlich ist unsere Geschichte auch ein starker Faktor. Es gibt sehr viel, für das es sich zu kämpfen lohnt, daß ganze Leben ist ein Kampf, auch wenn man Kämpfen heute anders sehen muß als damals. Ich kämpfe für die Ehre, die Aufrichtigkeit und unsere Natur. Ich will, daß meinen Kinder und deren Kinder noch durch unsere Natur wandern können, ihre Schönheit erblicken und genießen können. Ich kämpfe für unseren Glauben und unsere Freiheit. Das Christentum geht sowieso aller Voraussicht nach von alleine den Bach hinunter, da braucht man nicht mehr allzu viel dazu beitragen, obwohl ich das mit Winternight trotzdem gerne tue. Winternight ist wie ein Dorn in ihrem erbärmlichen Fleisch, ein Dorn, der ihre jämmerliche Seelen leiden lässt. Wir müssen uns jedoch eher wegen des Islams Sorgen machen. Den Islam müssen wir viel stärker bekämpfen als das Christentum, dieser ist die nächste große monotheistische Seuche. Der Islam darf hier auf keinen Fall Fuß fassen, was mit Unterstützung dieser dämlichen Allgemeinheit leider schon beginnt. Sie werden unser Land okkupieren und den letzten Rest des Heidentums und die Freihheit auslöschen, wenn sie an die Macht kommen. Das ist zwar wie ein Kampf gegen Windmühlen, aber lieber kämpfend unter gehen, als feige unter irgendeiner Knechtschaft zu Grunde siechen.
VII. Was veranlasste euch dazu, gerade „Deathcrush“ von Mayhem und „Song to hall up high“ von Bathory als Hidden Track zu covern?
Deathcrush war unser erstes Lied, welches wir als Band zusammen gespielt haben, neben Falkenbachs Winternight. Unsere „Deathcrush“ - Version ist eindeutig die Beste, die ich bis jetzt gehört habe hehe. „Song to hall up high“ habe ich zu Ehren Quorthons aufgenommen. Er war meiner Meinung nach, einer der Hauptbegründer des Pagan (oder Viking, wie auch immer) und des nordischen Black Metals.
VIII. Welcher Intension folgend setztet ihr Maultrommeln ein?
Es ist eines der Instrumente unserer Ahnen und eine Maultrommel passt einfach zu paganem bzw. heidnischem Metal. Ich möchte auch unbedingt mal eine Lure einsetzen, aber an solch ein Instrument kommt man leider sehr schwer heran.
IX. Glaubt ihr daran, dass irgendwann der Hammer das Kreuz zerschmettern wird? Oder sind dies nur Illusionen und Wunschträume? Leere Worte und Drohungen an das Christentum?
Der Hammer wird das Kreuz zerschmettern! Er tut es tagtäglich, wenn wieder jemand zu denken beginnt und sich ernsthaft von diesem Lügenkonstrukt abwendet. Aber wie gesagt, die Christen gehen von alleine unter und wir beschleunigen dies nur. Das wird zwar nicht in den nächsten 50 Jahren passieren, aber es passiert, es hat längst begonnen. Meine Drohungen sind keine leeren Worte, ich kämpfe jeden Tag gegen den Monotheismus im Allgemeinen. Spätesten nach dem nächsten großen Krieg in Europa, und den wird es auf alle Fälle geben, wenn die Menschen dezimiert sind und alles zerstört ist, werden sich die Denkenden wieder der Natur und dem dazugehörigen Glauben zuwenden.
X. Was fällt euch zu diesen Begriffen ein?
A - Capsar David Friedrich
Er hat zum Teil sehr schöne Naturbilder gemalt.
B - Met
Odrörir, die pure Kraft der germanischen Sonne.
C - Heldentod
Ist ehrenhaft und anzustreben.
D - USA
Dreck.
E - Deutscher Wald
Ich liebe ihn, den kleinen Teil, der davon noch übrig ist.
XI. Definiert sich für der BM hauptsächlich über die Musik oder gibt es noch anderer Dinge, die zwar keinen klanglichen Ausdruck finden, dennoch aber in ihrer Intensivität, ihrer „Aura“, BM für euch sind?
Hauptsächlich über die Musik, es gibt für mich keine andere Art von Musik, die so intensiv ist, die so kraftvoll Gefühle ausdrücken kann, nicht einmal Klassik. Black und Pagan Metal ist erfüllt von des Kriegers Seele, es ist Kampf, Krieg, Hass, Stolz, Wut, Liebe, Stärke und Standhaftigkeit. Und BM ist trotz allem sehr naturnah, auch wenn es elektrische Musik ist. Man muß sich nur BM Lieder als Akustikversion anhören, hier hört man genau, was ich damit meine. Diese Aura ist schwer zu erklären, entweder, man kann sie spüren oder erzeugen, dann hat man Black / Pagan Metal einfach im Blut (das Kriegertum) oder eben nicht. Die, die es nicht haben, sind dann diese ganzen Mitläufer, welche nach kurzer Zeit wieder etwas anderes hören. Diese widern mich besonders an.
XII. Gibt es in Bezug auf BM etwas, dass ihr verabscheut - euch zur Weißglut treibt?
Natürlich! Wie bereits erwähnt, diese ganze Trendscheiße, die hiermit betrieben wird ist absolut widerlich. Die meisten Bands sind richtige Huren oder sie werden es irgendwann, wenn sie den Zaster mal gerochen haben. Für Geld verkaufen sie ihre eigenen Prinzipien, das ist ein typisch judeo-christliches Verhalten. Für jeden Vorteil sich anzupassen! Damit locken sie dann noch diese ganzen Mitläufer an, diese ganzen Trend Black Metaller. Das ist einer der Gründe, warum ich eigentlich auch nie wieder live spielen wollte. Das ist bei Pagan Metal ja noch viel schlimmer, weil sie nicht nur den ganzen Metal in den Dreck ziehen, sondern gleich das ganze Heidentum dazu. Da schimpft sich jede dieser Maden ein Heide, hat aber keine Ahnung vom Heidentum, feiert keines der Feste, hat keine wahre Verbundenheit zur Erde. Das ist eine Schande...
XIII. Empfindest Du neu erscheinende Alben als weniger atmosphärisch als die die Anfang der 90er erschienenen? Und findest Du, dass ein Jugendlicher die Reife mitbringt um die Essenz des BM zu erfassen?
Das ist eine gute Frage, die man aber nicht so einfach beantworten kann. Da jeder, in seinem jeweiligen Zeitabschnitt, aus seinen Anfangstagen in denen man damit in Berührung kam, eigene Vorlieben bildet. Für mich ist es tatsächlich so, das mich die 90er einfach so stark geprägt haben, daß es für mich keine bessere musik geben kann, als damals. Was nicht heißt, das heute nur Müll erscheint. Es gibt dennoch sehr viele gute neue Alben, die einfach genauso genial sind. Aber es ist damit eben etwas anderes.
Auf jeden Fall benötigt man eine gewisse Reife, ein 14 jähriger kann meiner Meinung nach gar nicht diese unglaubliche Tiefe des Black / Pagan Metals verstehen. Dazu ist ein gewisses Maß an Erfahrung nötig, wie es mit allem so ist. Man lernt nie aus, egal wie alt man ist. Das ist einfach eine normale Eigenschaft, die seit jeher so besteht. Im Alter liegt eben viel Erfahrung und Weisheit, außer eben bei der degenerierten Masse Mensch. Wer schon tot und seelenlos geboren wurde, der kann nichts hinzulernen.
XIV. Misanthropie - ein häufig verwendeter Begriff. Würdet ihr euch als Misantrhopen bezeichnen?
Das nächst Album „Pestilenz“, fordert die Vernichtung von 99,9% der Menschheit. Dies beantwortet diese Frage bestimmt.
XV. Wie steht ihr zur Edda, die heute im BM größtenteils als „Buch der Heiden“ gelobt wird, auch wenn man weiß, dass die Entstehung der Edda in die Zeit der Christianisierung Islands fällt? Wenn ihr ein Leben nach den Lehren alter Götterdichtungen führt, woran macht ihr eure Handlungen fest? Und was haltet ihr von Asatru und ähnlichen Bewegungen?
Die Edda wird nicht nur im Metal so gehandhabt. Die Sagen und Lieder der Edda sind eindeutig sehr viel älter als das Datum ihrer Niederschrift. Snorri Sturluson war ein geweihter Gode, der sich vermutlich nur zum Schein zum (christlichen) Priester ausbilden und weihen lies. Genau so wie Saemundur, der mit der Sammlung (Edda) der alten Lieder und Sagen begann. Es wäre ihm (oder ihnen) sonst nie erlaub worden, die heidnischen Lieder und Sagen aufzuschreiben. Snorri z.B. wuchs nicht zu Hause auf, er kam mit 3 Jahren in die („ehemalige“) Godenschule zu Oddi, die Jon Loptson (ein Enkel Saemundurs) leitete und in der auch vorher Saemundur wirkte. Er verließ diese erst mit seinem einundzwanzigsten Lebensjahr, Snorri hatte also eine umfassende Godenausbildung bekommen. Und folgendes aus Snorris Niederschrift des Gylfaginning würde ein überzeugter Christ niemals von sich geben: „Odin lebt durch alle Zeitalter und beherrscht sein ganzes Reich und waltet aller Dinge, großer und kleiner. Und das ist mein Glaube, daß dieser Odin und seine Brüder, die Regierer von Himmel und Erde sind. Wir glauben, dass dies sein Name ist. Es ist der Name des größsten und vornehmsten den wir kennen, und auch ihr könnt ihm wohl diesen Namen geben“.
Zugegebenermaßen gibt es trotzdem einen nicht geringen christlichen Einfluß in der jüngeren Edda, aber der Grundtenor ist eher heidnisch und vorchristlich. Im Übrigen hat das Christentum einen großen Teil von den Heiden damals übernommen, weil sie das Heidentum einfach nicht völlig ausmerzen konnten. Ich versuche mein Leben natürlich nach den Regeln des Havamal zu führen. Denn was dort beschrieben wird, ist eben für jene zur Erinnerung oder Ergründung, die nicht selbst ergründen können, wie man sich in Anstand und Ehre benehmen sollte. Die, die nicht richtig unterscheiden können, was falsch und richtig ist. Und auch nach den gesamten glaubwürdigen Überlieferungen, die es gibt, z.B. auch an Tacitus „Germania“. Es gibt sogar im christlichen sehr viele Hinweise auf heidnische Lebensregeln und Riten.
Was heißt hier eigentlich Asatru? Das ist in meinen Augen keine Bewegung. Asatru heißt im Grunde nur, daß man den Asen treu ist und an sie glaubt.
XVI. „Rache…“ weißt einen sehr untypischen Aufbau vor. Das zweite Lied wird sowohl von einem akustischen Einklang sowie Ausklang bedacht. Warum nimmt dieses Lied eine solche Sonderstellung ein?
„ In alten Zeiten“ ist bisher unser epischstes Lied, meiner Meinung nach jedenfalls. Und deshalb hat es einen Einklang und einen Ausklang. Wobei der Ausklang und das letzte Riff gleich sind, nur das eine ist eben akustisch umgesetzt. Der Einklang ist gleichzeitig auch der Einklang des gesamten Demo Albums. Ich werde diese Art des Albumeinklanges vielleicht auch beibehalten, auch auf den folgenden Alben, ausgenommen bei „Pestilenz“. Der erste Teil des Albums: In alten Zeiten, Der Verrat/Rache, Die Rache Mittgarts; ist ein Dreiteiler genannt „Die Pest des Südens“, gemeint ist das Christentum, aber auch jegliche andere monotheistisch kranke Religion. Das passt auch ganz gut zur jetzigen Zeit, denn diese Pest erscheint erneut in Form des Islam. Für uns kommen diese Eindringlinge immer aus südlicher Richtung. So gut wie jeder Dreck kommt über die Alpen zu uns... „In alten Zeiten“ handelt davon, wie es vor der Christianisierung war, in „Der Verrat“ stelle ich die Frage, wie es zu dieser unbegreiflichen Tatsache, kommen konnte und „Die Rache Mittgarts“ schließlich, handelt davon, daß die Zeit jetzt gekommen ist, die Fesseln abzuwerfen und die monotheistische Zwangsherrschaft zu beenden, Rache zu üben und unsere Wurzeln und unsere Natur wieder zu entdecken. Diese Texte, wurden 1998 fertig gestellt. Die Idee dazu und der Urtext sind von 1996, also sehr alt aus den Anfangstagen und sogar noch vor der Gründung Winternights, was nichts an deren Aktualität ändert.
XVII. Blätter fallen gen Boden, vermodern und erfüllen den Wald mit ihrem einzigartigen Geruch. Der Herbst schreitet voran und löst den Sommer ab. Welche Jahreszeit schätzt Du am meisten? Oder bist Du der Meinung, dass man den Jahreskreis als ganzes wahrnehmen muss und so keiner der vier Jahreszeiten den Vorrang geben kann?
Meine liebste Jahreszeit ist der Winter, wenn der Schnee gefallen ist. Der Herbst ist auch unvergleichlich, man fährt die Ernte ein, die Natur siecht wunderschön gen Winter. Natürlich ist der Frühling auch nicht zu verachten, wenn die Natur wiedergeboren wird und alles erblüht. Der Sommer ist dabei nicht so ganz meine Zeit, er ist mir einfach zu heiß, ich empfinde ihn immer als Lokis Feuer oder -Folter. Aber er gehört zum Jahreskreis und ist wichtig, denn sonst würde ja nichts wachsen und reifen . Man muß natürlich alle Jahreszeiten akzeptieren, aber man darf ja seine Favoriten haben.
XVIII. Viele Menschen wachsen heute in einem gut behüteten Zuhause auf. Es ist Tatsache, dass die Anzahl von Allergikern unter anderem dadurch steigt, dass einige Menschen in einem sterilen Zuhause kaum noch Kontakt mir natürlichen Reizstoffen kommen. Denkst Du man sollte bei der Erziehung seiner Kinder versuchen, in ihnen archaische Gefühle zu wecken?Und kommen dann solche Menschen dann überhaupt noch zurecht in der modernen Gesellschaft?
Natürlich muß man in ihnen diese archaischen Gefühle erwecken. Diese Art zu Leben, wie es die heutige Gesellschaft tut, ist völlig krank und der Natur entfremdet. Ich denke, daß man sich gerade dann in dieser Gesellschaft besser zu Recht findet, weil man über ihr steht. Doch das mit den Allergien, hat auch noch viele andere Gründe, denkt einfach mal an die chemisch behandelte Nahrung, die die Allgemeinheit isst.
XIX. Der Mensch hat sich im letzten Jahrhundert sehr von seiner Nahrung entfremdet. Sie ist meistens ein abgepacktes Produkt, das im Supermarkt konsumiert wird. Erst wenn man z.B. eine Fisch selber fängt oder eigenes Gemüse isst, merkt man wieder, wie viel besser es schmeckt, wenn man Bezug zu seiner Nahrung hat. Was versuchst Du um diesen Bezug herzustellen?
Ich pflanze das, was ich kann bei mir selber an. Ich haben auch noch ein paar Obstbäume und ich werde mir eventuell auch ein paar Schafe und ein Schwein zulegen, wenn es die Zeit zulässt. Auch wenn es ein größerer Aufwand ist, als im Supermarkt einzukaufen, da weiß ich dann wenigstens was ich esse. Das es nicht seelenloser Industriefraß ist, welcher mit künstlichen und krankmachenden Zusatzstoffen behandelt ist.
XX. Liebe. Würdest Du sagen, dass Liebe wirklich ein Gefühl ist? Kann es sich mit der Liebe auch verhalten wie bei abstrakten Werten wie Ehre oder Treue, etwa dass es sich dabei eher um einen erlernbaren Begriff handelt, den man bewusst ausüben kann, und keinen natürlichen?
Was soll es denn sonst sein? Liebe ist genauso ein natürliches Gefühl wie Hass. Liebe muß man nicht erlernen, diese steckt tief in uns drin. Wenn ein böser Satans Black Metaller behauptet, Liebe ist nur eine unnütze Emotion. Dann bitte, belügt er sich genauso wie der Christ, der behauptet er fühle niemals Hass oder Wut.
XXI. Was hälst Du von der literarischen Richtung der Phantastik? Angefangen von Kultwerken wie „Deer Herr der Ringe“ gibt es ja eine Menge dieser modernen Geschichten. Siehst Du in ihnen eine Art Abklatsch der eigentlichen traditionellen Sagen und empfindest Du sie somit überflüssig?
Ich finde die Phantastik wunderbar. Meist hat sie ja tatsächlich nordisch heidnische Ursprünge und Einflüsse. Sie weckt auch bei Kindern, die keinen heidnischen Hintergrund haben, Interesse für das alte Leben von damals. Der Herr der Ringe ist z.B. von vorne bis hinten mit germanisch heidnischem gespickt. Natürlich ist das alles tatsächlich nur ein fantastischer Abklatsch des Heidentums oder der Vorzeit, aber es erfüllt seinen Zweck und ist unterhaltsam also keinesfalls überflüssig.
XXII. Was sind Werte die Du an anderen Menschen schätzt und welche Eigenschaften kannst Du bei ihenen lediglich verachten?
Ich schätze: Ehrlichkeit, Ehre, Treue, Mut, und Intelligenz (damit ist nicht der IQ gemeint).
Ich hasse: Heuchelei, Lüge, Betrug und Feigheit.
XXIII. In den eltzet Jahrzehnten spricht man von einer erneuten Besinnung auf religiöse Werte. Dies schließt zum einen die stark wachsenden heidnischen und spirituellen Wege ein, zum anderene jedoch den christlichen und islamischen Fundamentalismus. Wie wollen Dir diese Tendenzen gefallen? Und wie gehst Du mit heidnischem Fundamentalismus um? Ist er für dich nicht existent, sondern lediglich ein Form der Konsequenz?
Diese Frage ist ja wohl schon klar beantwortet, dass das Heidentum wieder aufstrebt ist der richtige Weg, doch nicht jeder sollte heidnisch werden. Dies würde eindeutig zur Verwässerung des Naturglaubens führen. Dieser menschliche Untersatz soll ruhig monotheistisch bleiben und weiterhin in seiner Dummheit dahinsiechen. Heidnischen Fundamentalismus gibt es in diesem Sinne gar nicht. es wäre auc hziemlich dumm und wider der Natur. Aber das der Glaube an die Natur fundamental ist, das entspricht der Wahrheit. Die Natur ist ganz klar die absolute Letztbegründung!